QR-Rechnung: 7 Fehler, die eine Zahlung blockieren
Eine abgelehnte QR-Rechnung ist eine Zahlung, die zu spät oder gar nicht eintrifft. Hier sind die sieben Fehler, die Banken am häufigsten zurückweisen, und wie Sie sie vermeiden.
Warum eine QR-Rechnung abgelehnt wird
Der Kunde scannt den QR-Code mit seiner Banking-App: Alles ist vorausgefüllt. Die Bank prüft aber jedes Feld nach der Schweizer Norm (Swiss Payment Standards). Bei der kleinsten Abweichung wird die Zahlung blockiert, oder der Kunde muss alles von Hand erfassen – und genau dort entstehen die Verzögerungen.
1. Eine QR-IBAN ohne QR-Referenz
Die QR-IBAN (Institutsnummer zwischen 30000 und 31999) verlangt eine QR-Referenz (QRR) mit 27 Ziffern. Umgekehrt akzeptiert eine gewöhnliche IBAN keine QR-Referenz: Sie wird mit einer Creditor Reference (SCOR, beginnt mit RF) oder ohne Referenz verwendet. Eine falsche Kombination von IBAN und Referenz führt dazu, dass die Bank des Kunden die Zahlung ablehnt.
2. Eine fehlerhafte QR-Referenz
Die QR-Referenz hat genau 27 Ziffern; die letzte ist eine Prüfziffer (Modulo 10 rekursiv). Eine von Hand getippte, gekürzte oder von einer alten Rechnung abgeschriebene Referenz besteht diese Prüfung nicht. Lassen Sie Ihre Software sie aus der Rechnungsnummer berechnen.
3. Eine «kombinierte» statt einer strukturierten Adresse
Seit November 2025 lässt die Norm nur noch strukturierte Adressen zu: Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort in getrennten Feldern, dazu das Land. Eine QR-Rechnung mit der Adresse auf zwei freien Zeilen («kombinierte» Adresse) kann von Banken und am Schalter abgelehnt werden.
4. Eine andere Währung als Franken oder Euro
Die QR-Rechnung akzeptiert nur CHF und EUR. Für eine Rechnung in Dollar oder Pfund braucht es ein anderes Zahlungsmittel als den QR-Zahlteil.
5. Ein verkleinerter oder verzerrter QR-Code beim Drucken
Der QR-Code misst 46 × 46 mm, mit dem Schweizerkreuz in der Mitte, in einem 105 mm hohen Zahlteil am Fuss einer A4-Seite. Ein «an die Seite angepasster» Druck, eine verkleinerte Kopie oder ein unscharfer Screenshot können ihn unlesbar machen. Drucken Sie mit 100 % und senden Sie am besten das Original-PDF.
6. Unvollständige Angaben zum Zahlungsempfänger
Ihr Name und Ihr Ort sind im Zahlteil Pflicht. Eine QR-Rechnung mit leeren oder abgeschnittenen Angaben zum Zahlungsempfänger wird beim Einlesen abgelehnt.
7. Ein Zahlteil auf einer Gutschrift
Eine Gutschrift (negativer Betrag) kann keinen Zahlteil tragen: Die Norm kennt keine negativen Beträge. Erstatten Sie per Überweisung oder ziehen Sie die Gutschrift von einer nächsten Rechnung ab.
Häufige Fragen
Warum lehnt die Bank des Kunden meine QR-Rechnung ab?
Meistens passen Konto und Referenz nicht zusammen: Eine QR-IBAN verlangt eine QR-Referenz mit 27 Ziffern, eine gewöhnliche IBAN eine RF-Referenz oder keine. Danach folgen nicht strukturierte Adressen und zu klein gedruckte QR-Codes.
Ist eine QR-Rechnung mit kombinierter Adresse noch gültig?
Seit November 2025 lässt die Norm nur noch strukturierte Adressen zu (Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort in getrennten Feldern). Eine Rechnung mit kombinierter Adresse kann abgelehnt werden: Aktualisieren Sie Ihre Vorlage oder Ihre Software.
Darf ich die QR-Rechnung verkleinert drucken?
Nein. Der QR-Code muss seine 46 × 46 mm behalten. Drucken Sie die Rechnung mit 100 %, ohne «an Seite anpassen», oder senden Sie direkt das PDF.
Was Orbisia macht
Orbisia schreibt immer eine strukturierte Adresse und prüft den Rest, bevor die Rechnung erstellt wird: Kombination von Konto und Referenz, Prüfziffer der QR-Referenz, Währung, Angaben zum Zahlungsempfänger und Betrag. Fehlt etwas, wird die Rechnung nicht erstellt und der Grund angezeigt. Siehe auch unseren Ratgeber Wie erstellt man eine QR-Rechnung in der Schweiz? und die Seite Schweizer QR-Rechnung.
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